• Bleib ruhig!
    Lass Dich nicht von Selbstzweifeln beherrschen. Denn: Du bist okay, so wie Du bist – an Dir ist nichts falsch.
  • Sperre den „Cyber-Bully“!
    Die meisten verantwortlichen Websites und Anbieter geben Dir die Möglichkeit, jemanden, der sich schlecht verhält, zu sperren oder zu melden. Nutze diese Features. Bei schülerVZ kannst Du z.B. mit einem Klick die Funktion „Nutzer ignorieren“ aktivieren. Bei ICQ z.B. Hauptmenü > Einstellungen und Sicherheit > Liste „Ignorieren“ > Namen aus der Kontaktliste per Drag&Drop in die Liste ziehen oder Person über den Hinzufügen-Button wählen > mit Okay / Ja bestätigen. Als letzten Ausweg kannst Du Deine Kontakt-Details, wie Deine IM- oder Handynummer, ändern, um unerwünschten Kontakt zu vermeiden.
  • Antworte nicht!
    Reagiere nicht auf beleidigende oder unangenehme Nachrichten, auch wenn es Dir schwerfällt. Eine Reaktion von Dir ist genau das, was der „Cyber-Bully“ will, er fühlt sich so bestätigt. Sollten die Nachrichten nicht aufhören, eröffne einen neuen E-Mail-Account.

    Foto: pixelio.de/ D. Schütz/ Radiozentrale (Bearbeitung)

  • Sichere Beweise!
    Sichere Dir Kopien von unangenehmen Nachrichten, Bildern oder Online- Gesprächen. Sie werden Dir helfen, anderen zu zeigen, was passiert ist und können auch dabei helfen, Deinen Peiniger zu ermitteln (z.B. an Deiner Schule, bei Deinem Mobilfunkanbieter, Deinem Internetanbieter oder sogar der Polizei).
  • Rede darüber!
    Wenn Du oder jemand, den Du kennst, im Internet oder über Handy eingeschüchtert oder schikaniert wird, musst Du damit nicht alleine umgehen.
  • Schütze Deine Privatsphäre! Sei vorsichtig, welche Angaben Du im Internet machst. Deine persönlichen Daten (E-Mail-Adresse, Wohnadresse, Handynummer oder private Fotos) können auch von „Cyber-Bullies“ gegen Dich verwendet werden. Achte insbesondere darauf, Deine Zugangsdaten geheim zu halten und ein sicheres Passwort zu verwenden.
  • Kenne Deine Rechte! Wenn Du es nicht erlaubst, darf niemand Fotos von Dir ins Internet stellen, die Dir peinlich sein könnten. Außerdem darf Dich niemand vor anderen verspotten oder beleidigen. Wenn Cyber-Mobbing besonders ernst ist, kann dies für den/die Täter rechtliche Konsequenzen haben.
  • Vertraue Dir! Wichtig ist, dass Du an Dich selbst glaubst und Dir nichts von anderen einreden lässt. Lass Dich nicht fertigmachen und mach keine anderen fertig!

Um Hilfe zu bekommen, wende Dich an:

  • einen Erwachsenen, dem Du vertraust, der Dir dabei helfen kann, über den Fall am richtigen Ort zu berichten;
  • die Nummer gegen Kummer und schildere Dein Problem: 0800/1110333;
  • den Service-Anbieter, über den Du gemobbt wirst (Internet, Handy);
  • Deine Schule: Dein (Vertrauens-)Lehrer kann Dich unterstützen und kann die Person, die Dich mobbt, zur Rede stellen;
  • die Polizei, wenn das Cyber-Mobbing ernst ist und ein potenziell krimineller Fall vorliegt.
  • Schau nicht einfach zu, wenn Du merkst, dass jemand gemobbt wird, sondern unterstütze das Opfer und berichte über das Cyber-Mobbing. Denn wie würdest Du Dich fühlen, wenn Dir keiner helfen würde? Wenn der Täter merkt, dass das Opfer nicht alleine gelassen wird, hören die Beleidigungen oft schnell auf.

Bekennen Sie Farbe gegen Cyber-Mobbing!